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Der letzte Kanada-Urlaub zählte kulinarisch neben ein paar Ausnahmen nicht unbedingt zu den Höhepunkten, welche mein gustatorisches und olfaktorisches System fortan im Erfahrungsschatz inkludiert hat; konnte jedoch in punkto quantitative Gustationsextreme richtig punkten: u.a. frittierte (sic) Jakobsmuscheln in vielen Varianten (also alles was die HEINZ Saucen- und Nahrungsmittelersatzstoff-Palette zu bieten hatte), frittierte Snickersriegel sowie vielerlei Produkte in Butter zubereitet, an Produkten in Butter und mit Buttersauce serviert – das aufmerksame und dienstleistungsfreundliche Bewirtungspersonal offerierte während des Auftischens gerne noch die extra Portion Fett in singlefreundlichen 1-Liter-Saucentöpfchen, welche ich jedesmal freundlich ausschlug.

Obligatorisch, aber für mich im ersten Augenblick doch irritierend, die landestypische Variation der größten Titten Amerikas: Mc Hummer und Hummer Mac Nuggets; hier durfte übrigens ebenfalls der Inhalt wie bei den hierzu landesüblichen Mc Nuggets zurecht angezweifelt werden, mit dem namensgebenden Lebewesen auch nur im Entferntesten etwas gemein zu haben.

Dem Hummerfreund wie Hummerfreundfeind rufen Auswüchse solcher global agierender Unternehmen und deren Verständis von Nachhaltigkeit ein flaues Gefühl in der Magengegend hervor. Wenn nun aber eine Schnell-Fress-Unternehmenskette aus Frankreich ein Produkt ins Programm aufnimmt, welches keinerlei Diskussionsgrundlage hinsichtlich der Brutalität bei der Herstellung des Feinschmeckerdiamanten bietet, bleibt mit doch die frankophile Spucke weg. Ich mag liebte foie gras, konnte Sie aber nie so richtig genießen, ohne faden Beigeschmack und bin immer wieder in Gewissenskonflikte geraten, sodaß sich mein Konsum in den vergangenen Jahren erst auf eine Handvoll Ausnahmen reduziert und schließlich um +/- 0 eingependelt hat. Umso erfreuter war ich als mir die Geschichte von „natürlicher“ foie gras zu Ohren kam. Nein, keine ausgeklügelte Volksverdummung von realitätsfernen Marketingandroiden (gänzlich ausschließen kann ich es aber noch nicht): A surprising parable of foie gras

Kaum zu glauben, und wirklich erst überzeugt, wenn ich die erste Dose in meinen Händen halte, weil a) nur 2000 Stck. Jahresproduktion (schwankend) und folgerichtig b) immer wieder ausverkauft. Der doppelt so hohe Preis im Vergleich zur herkömmlich produzierten foie gras ist im Hinblick auf das eingesparte Elend der Tiere geradezu lächerlich. Ich bin gespannt.