Einer meiner derzeit liebsten deutschen Künstler ist Heiko Müller. Es ist seine Art wie er die Natur und den Menschen in Relation stellt, die mich fasziniert, gepaart mit seiner ganz eigenen Handschrift, welche die Technik alter flämischer Meister mit der Technik des Comiczeichners kombiniert. Tragödiengleich hält er das retardierende Moment in seinen Bildern fest, welches die (trügerische) Hoffnung aufkeimen läßt, Mensch und Natur, meistens in Form des Tieres, könnten eine Symbiose eingehen. Und doch wissen wir es besser: diese Augenblicke sind nur von kurzer Dauer und so schnell wie Sie gekommen sind, waren Sie auch schon wieder verschwunden. Momente dieser Art können uns ins bestiallischer oder zutiefst friedlicher Form begegnen – jeder das was er verdient – aber stets bleiben wir verdutzt, erleichtert und benebelt zurück: ein wahrlich erdender Moment.

Die Fähigkeit sich auf Anderes einzulassen und es nicht sofort zähmen und beherrschen zu wollen und stattdessen in einen Dialog zu treten und mehr zu erfahren, seinen Horizont zu erweitern und gemeinsam Neues zu entdecken – daily business. I like.